|
Vermittlungsinfos
Wie schön, daß sich für eines unserer Tiere interessieren.
Bitte lesen Sie sich folgende Abschnitte GRÜNDLICH durch, damit Sie, wenn das Tier bei Ihnen ist, keine Überraschungen erleben.
Bitte beachten Sie auch unseren Fragenkatalog zum Selbsttest. Dort können Sie sich nochmal für sich
überlegen, ob Sie wirklich vor die Anschaffung eines Tieres an alle Konsequenzen gedacht haben!
Folgende Fragen werden Ihnen hier beantwortet:
Wie kommt das Tier zu mir?
Wir bringen alle nach Deutschland vermittelten Tiere durch Flugpatenschaften zunächst nach Deutschland. Dort kommen sie dann meistens erst einmal in eine Pflegefamilie, so daß Sie ihn dort kennnenlernen können. Sollte es von Ihrer Seite dann passen, werden unsere Deutschen Partnerorganisationen bei Ihnen eine Vorkontrolle vornehmen und dann steht der Übernahme eigentlich nichts mehr im Wege. .
Ist mein Tier gesund, wenn es hier ankommt?
Ihr Tier
hat, wenn es Spanien verläßt, alle nötigen Impfungen, ist entwurmt, gechipt und auf Leishmaniose getestet. Sollte ein Tier eine gesundheitliche Beeinträchtigung habe, werden Sie vorher informiert und können Ihre Entscheidung natürlich wieder rückgängig machen.
Wir stecken alle nicht in einem Tier drin. Natürlich kann es einmal sein, daß ein Tier krank wird. Wenn man an den Stress denkt, den die Hunde und Katzen auf dem Transport nach Deutschland durch macht, kann
man eigentlich immer davon ausgehen, daß die Tiere am Anfang unter Durchfall leiden. Das kann sich auch eine ganze Weile hinziehen. Daher bitte am Anfang nur Trockenfutter geben, da die Tier das aus dem Tierheim
gewohnt sind. Die Futterumstellung alleine kann schon Darmbeschwerden hervorrufen. Bei hartnäckigen Fällen kann am Anfang schon mal eine Reis/Hühnerfleisch Diät von Nöten sein. Eine nicht erkannte Krankheit
kann, auch beim Hund vom Züchter, natürlich nie ausgeschlossen werden. Auch unsere spanischen Tierärzte sind nur Menschen - können also auch eine Erkrankung übersehen, trotz gründlicher Untersuchung.
Ist das Tier kastriert?
Die Zielsetzung von uns ist,
die Anzahl der Tiere in Not zu verringern. Daher ist es ein Gebot des Tierschutzes, daß alle Tiere kastriert werden. Je nach finanziellen Möglichkeiten, versuchen wir dies möglichst schon im Tierheim zu erledigen,
was auch meistens gelingt. Anderenfalls sind Sie per Schutzvertrag verpflichtet, das Tier hier in Deutschland auf eigene Kosten kastrieren zu lassen.
Was bedeutet der Schutzvertrag?
Der
Schutzvertrag regelt wie alle Tierheimverträge, die wesentlichen Punkte zur artgerechten Tierhaltung. Er besagt, daß man das jeweilige Tier als Besitzer/-in für die Lebensdauer des Tieres aufnimmt, daß jedoch das
Tierheim weiterhin als Eigentümer des Tieres fungiert. Damit wird ausgeschlossen, daß mit den Tieren ein Handel betrieben werden kann und diese an Dritte verkauft werden. Der Schutzvertrag wird bei der Übergabe
unterzeichnet.
Warum wird eine Schutzgebühr erhoben? Wo geht das Geld hin?
Mit dieser Schutzgebühr wird seitens des Tierheims sichergestellt, daß die finanziellen Voraussetzungen der Tierhaltung gegeben sind und eine profitable Weitergabe
des Tieres ausgeschlossen ist. Der Betrag wird bei der Übergabe des Tieres fällig. Der Überbringer des Tieres leiten den Betrag weiter und bestätigt den Geldeingang. Das Geld wird an uns weitergeleitet und ersetzt
in der Regel unsere Auslagen für Impfungen, Chip, Transporte, Flugkosten, etc.
Wohnungsinventar
Wenn Sie Angst um Ihre teure Wohnungseinrichtung haben, sollten Sie sich kein Haustier
anschaffen, egal ob vom Züchter oder von uns. Natürlich gehen wir nicht davon aus, daß sich das Tier an Ihren Einrichtungsgegenständen vergreift, sofern es genug Bewegung bzw. Beschäftigung hat und behutsam an das
"Alleinesein" herangeführt wird. Auch hier gibt es natürlich Hunde, die aus der Reihe tanzen.
Wir haben schon einen Hund und wollen einen Zweiten/Dritten...
Egal wie verträglich
Ihr Hund ist, probieren Sie unbedingt vorher aus, ob Ihr Hund auch wirklich andere Artgenossen in seiner unmittelbaren Umgebung duldet. Das heißt: laden Sie andere Hunde VORHER zu sich nach Hause ein.
Ist der Hund katzenverträglich?
Diese Frage ist natürlich besonders für Katzenbesitzer ausgesprochen wichtig. Auf Wunsch wird der Hund in bei uns auf
Katzenverträglichkeit getestet. Das heißt, man führt den angeleinten Hund in das Katzenhaus. Wenn er nicht aggressiv reagiert und versucht, die Katzen sofort zu jagen, gilt er als katzenverträglich... Was nicht
bedeutet, daß Ihr neuer Hund es nicht toll findet, wenn er Ihre Katze in der Wohnung herumscheuchen kann. Hier ist meist viel Geduld und Fingerspitzengefühl von Nöten.
Wichtig ist auch hier: Bevor der neue
Hausgenosse kommt, probieren Sie aus, wie Ihre Katze auf Hunde reagiert.
Wie reagiert das Tier auf Kinder? Welche Probleme sind zu erwarten?
Wie bei jedem Tier, dessen Vorgeschichte nicht
bekannt ist, kann niemand eine gesicherte Aussage darüber treffen, ob und welche Erfahrungen mit Kindern gemacht wurden. Ein wichtiger Punkt, der unbedingt beachtet werden sollte, ist jedoch folgender: Unsere
Hunde sind fast alle futterneidisch. Da sie meist in Rudeln im Tierheim gehalten werden, müssen sie teilweise um ihr Fressen kämpfen. Deshalb ist anfangs unbedingt darauf zu achten, dass Kinder nichts am Futternapf
des neuen Familienmitgliedes zu suchen haben und nicht heruntergefallene eßbare Sachen, oder auch Hundespielzeug aufheben! Es kann in solchen Fällen zu erheblichen Problemen kommen. Auch sollten Kinder und der neue
Hausgenosse anfangs nicht alleine gelassen werden und natürlich sollte den Kindern auch klar gemacht werden, dass ein Hund/eine Katze auch mal ihre Ruhe haben will. Unserer Erfahrung nach, gibt es bei einer
behutsamen Zusammenführung von Kind und Tier im Normalfall kaum Probleme, wenn die oben aufgeführten Punkte beachtet werden.
Was mache ich mit dem Tier, wenn ich es nicht mehr halten kann/will?
Wenn Probleme mit dem Tier auftreten, die Sie nicht in den Griff bekommen, oder wenn Sie es aus irgendwelchen Gründen nicht mehr halten können, geht es wieder an uns zurück. Der Hund/die Katze darf auf keinen Fall
ohne Rücksprache mit uns an dritte Personen weitervermittelt werden, bzw. einem anderen Tierschutzverein/Tierheim übergeben werden. Dieser Punkt ist auch im Schutzvertrag festgehalten. Bitte beachten Sie, dass
wir kein Tierheim in Deutschland führen, sondern nur mit Pflegestellen arbeiten. Wir müssen also rechtzeitig von Ihnen benachrichtigt werden, um eine passende Pflegestelle zu finden, die das Tier aufnehmen kann.
Dies kann auch schon mal ein paar Tage dauern. Bitte haben Sie dafür Verständnis. Wir werden Sie aber auf keinen Fall mit dem Problem alleine lassen und versuchen, so schnell wie nur möglich einen passenden Platz zu
finden.
|